Da ist es, das Hobby ab 30, gegen das man sich nicht wehren kann: Sauerteig! Da ich ja aber sowieso gerne backe und neben süßen Kuchen und Gebäck auch das Backen von Herzhaften Broten zum Grillen etc. zu meinen liebsten Hobbies gehört, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein Sauerteigstarter bei mir einzieht.

Ich habe einige Rezepte ausprobiert und mich dann daran gesetzt mein eigenes Brot zu kreieren. Angefangen mit diesem leckeren Karotten-Buttermilch-Brot. Ursprünglich wollte ich hauptsächlich die angebrochene Packung Buttermilch aufbrauchen und dann erinnerte ich mich an ein Brot von einem Bäcker mit Karotte und Mais. Kurzerhand habe ich beide Ideen zusammengeworfen und daraus ist dieses Karotten-Buttermilch-Brot entstanden.
Ich habe einen eigenen Starter angesetzt und füttere ihn je nach Rezept mit Weizen, Dinkel oder Roggenmehl. Mein Weizensauerteig heißt Bread and George und hat mir schon gute Dienste geleistet. Mein Roggenstarter ist leider immer wieder verschimmelt, sodass ich auch Roggenbrote einfach mit meinem Weizenstarter backe. Das ist auch gar kein Problem, vorallem weil meistens auch Weizenmehl im Rezept verwendet wird.

Für das Karotten-Buttermilch-Brot braucht ihr ein paar verschiedene Mehlsorten. Ich hatte aber auch schonmal nicht alle zur Hand und habe euch im Rezept ein paar Alternativen aufgelistet. Am Ende sollte es nicht so kompliziert sein. 3 der Sorten habe ich eh zuhause und da mein Starter mit Vollkornmehl am Besten aufgeht, habe ich dieses jetzt auch immer parat.
Karotten-Buttermilch-Brot
Ingredients
Sauerteig
- 15 g Weizenstarter / -anstellgut
- 30 g Weizenvollkornmehl
- 30 g handwarmes Wasser
Hauptteig
- Sauerteig
- 150 ml Buttermilch
- 180 g Wasser
- 200 g Weizenmehl Type 1050
- 100 g Weizenmehl Type 550
- 150 g Weizenmehl Type 00
- 100 g Weizenvollkornmehl
- 10-15 g Salz nach Geschmack
- 200 g geraspelte Karotten
Instructions
- Am Vorabend den Sauerteig herstellen und dazu alle drei Zutaten miteinander verrühren. Mindestens 12h bei Raumtemperatur stehen lassen. Der Sauerteig sollte sich im Volumen vergrößert haben und es sollten Blasen zusehen sein.
- Für den Hauptteig den vollständigen Sauerteig und alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Für etwa 10 Minuten kneten lassen. Der Teig ist noch weich und etwas klebrig.
- Teig 45 Minuten ruhen lassen, anschließend Dehnen und Falten.
- Weitere 45 Minuten ruhen lassen und erneut Dehnen und Falten.
- Teig für circa 4-5 weitere Stunden ruhen lassen.
- Ein Gärkörbchen gut mit Mehl ausstäuben (Reismehl geht hier hervorragend, normales Weizenmehl funktioniert aber auch).
- Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche rundwirken und auf Spannung bringen. Dazu den Teig immer wieder in die Mitte falten und aufrollen.
- Mit dem Schluss nach oben in das Gärkörbchen geben und abgedeckt 12-16h im Kühlschrank ruhen lassen.
- Am nächsten Morgen den Ofen auf 250°C vorheizen und einen Backstahl oder ein Blech mit vorheizen. Wer hat kann auch Lavasteine mit aufheizen.
- Das Brot vorsichtig auf eine Dauerbackfolie stürzen, das Mehl etwas verteilen/abstreichen und mit einer scharfen Kling einen tiefen Schnitt (1cm) auf der Längsseite des Brotes setzen.
- Im vorgeheizten Backofen mit Dampf (Wasser auf Lavasteine oder die Innenseite des Ofens mit Wasser besprühen) für 10 Minuten backen. Den Dampf entweichen lassen, ein weitere Blech auf die oberste Schiene stellen, um die Oberhitze etwas zu reduzieren und den Ofen auf 200°C zurückschalten. Für weitere 25-30 Minuten backen.
- Das Brot ist fertig, wenn es beim Draufklopfen mit dem Fingerknöchel hohl klingt.
Notes

Habt ihr noch weitere Ideen für Sauerteigbrote? Als nächstes wollte ich mich mal an Zusatzzutaten wie Leinsamen oder Haferflocken wagen.
Ihr könnt übrigens die Salzmenge ganz nach eurem Geschmack anpassen. Da hier ein Baby mitisst nehme ich lieber etwas weniger Salz.
Happy Backing!
eure Zuckerbäckerin <3



