Meine besten Tipps! { Hefeteig }

Hefeteig

Es wird endlich mal Zeit für einen Beitrag, der sich nur um Hefeteig dreht. In letzter Zeit hab ich euch wirklich einige Rezepte mit dieser Teigart vorgestellt und ich möchte euch heute noch ein paar Tipps und Tricks mitgeben.

Kräuter-Zöpfe

Es gibt viele, die sich nicht wirklich an Hefeteig herantrauen und ich kann gar nicht verstehen warum. Hefeteig ist wirklich nicht schwer herzustellen und ihr braucht nur ein bisschen Geduld und müsst euch an ein paar kleine Regeln halten, dann werdet Ihr den fluffigsten aller Hefeteige hinbekommen. Als ich angefangen hab Hefeteig zu machen, da hab ich immer meine Mama gefragt, ob die Flüssigkeit die richtige Temperatur hatte. Denn meine größte Angst war es, dass ich das Wasser oder die Milch zu heiß erwärme, die Hefepilze absterben und der Teig einfach nicht aufgeht. Mittlerweile habe ich aber keine Scheu mehr davor und lasse die Flüssigkeit lieber ein wenig zu kalt als zu warm.

Bevor ich euch meine liebsten Hefeteigrezepte zeige, gebe ich euch noch ein paar Fun Facts und Tipps und Tricks mit auf dem Weg, damit euch der Hefeteig ebenso gut gelingt.

  • Hefe gibt es in den meisten Supermärkten in zwei verschiedenen Variationen: frische Hefe und Trockenhefe. Letzte wird in kleinen Beutelchen verkauft und ist besonders dann praktisch, wenn man spontan an einem Sonntag backen will und nichts weiter im Haus hat. Sie hält sich relativ lange und es ist jedenfalls für mich sehr praktisch, sie immer auf Vorrat zu haben. Aber auch hier gibt es ein Mindesthaltbarkeitsdatum und das solltet Ihr vor der Verwendung unbedingt prüfen. Sonst war es das mit eurem lockeren Hefeteig. Frische Hefe kann in kleinen 42gr schweren Würfeln im Kühlregal gefunden werden. Bei meinen Supermärkten weiß ich mittlerweile ganz genau, wo sie die Hefe verstecken. Wenn ich in einem fremden Laden bin, dann suche ich mich schon mal dumm und dusselig und muss am Ende doch einen Verkäufer fragen. Die Hefe kann sich ganz gut verstecken. Seit einiger Zeit benutze ich sehr gerne frische Hefe. Sie ist allerdings nicht so lange haltbar und sollte schnell verbraucht werden. Alternativ könnt Ihr sie auch einfrieren und langsam im Kühlschrank auftauen lassen.
  • Auf den Tütchen von Trockenhefe steht meistens, dass Ihr sie direkt ohne Anrühren verwenden könnt. Das mache ich auch so und klappt eigentlich immer super. Bei vielen Rezepten wird geschrieben, dass Ihr frische Hefe in etwas Wasser und Zucker auflösen sollt, bevor Ihr sie im Teig verarbeitet. Falls Ihr einen süßen Hefeteig mit Milch macht, könnt Ihr die Hefe auch in der Milch auflösen. Da diese jedoch Fett enthält, welches sich um die Hefe legen kann, empfehle ich euch auch hier etwas Wasser zu verwenden. Eine ganz andere Möglichkeit frische Hefe zu verarbeiten nutze ich schon seit einigen Monaten. In einem Backbuch mit tollen Brotrezepten wird die Hefe nicht vorher aufgelöst, sondern in das Mehl hineingerieben. Das mache ich nur noch und das klappt ebenfalls wunderbar. Ich bröckele dazu einfach die Hefe auf das Mehl und verreibe sie dann mit dem Mehl zusammen zwischen meinen Fingern. Für mich auch ein Vorteil: keine kleine extra Schüssel, aus die ihr die Hefe auskratzen und am Ende abwaschen müsst.
  • Zum Aufgehen braucht die Hefe Wärme. Optimal sind Temperaturen um die 30°C, deshalb sollte die Flüssigkeit auch immer lauwarm sein. Ist sie jedoch zu heiß, stirbt die Hefe ab und euer Teig geht nicht auf. Zum Ruhen stellt Ihr ihn am besten an einen warmen Ort. Im Winter kann das die Heizung sein und im Sommer reicht Zimmertemperatur meistens aus. Oder ihr heizt den Backofen auf 50°C vor, öffnet die Tür für ca. 5 Minuten und lasst dann den Teig im ausgeschalteten aber noch warmen Backofen aufgehen. Ganz wichtig: Den Teig immer schön abdecken, damit er nicht austrocknet. Dazu eignen sich trockene und feuchte Geschirrtücher oder spezielle Hefeteigschüsseln.
  • Besonders gut wird euer Hefeteig, wenn Ihr ihn lange knetet. Damit aktiviert Ihr das Gluten im Mehl, welches eine klebrige Struktur bildet. So kann die Luft, bzw. das Kohlenstoffdioxid besser im Teig eingeschlossen werden und dieser wird besonders fluffig. Ich knete meinen Hefeteig mindestens für 7-10 Minuten und verwende dafür eine Küchenmaschine. Aber das könnt Ihr natürlich auch mit den Händen machen.
  • In einigen Rezepten muss der Hefeteig zweimal gehen. Dies hat zur Folge, dass er besonders gut und locker wird und einen intensiveren Geschmack entwickelt. Ich lasse meinen Hefeteig meistens beim zweiten Mal so lange gehen, bis der Backofen vorgeheizt ist. Haltet euch da am besten an das jeweilige Rezept.

So, mit diesen Tricks sollte euer Hefeteig ganz problemlos perfekt werden. Besonders spannend finde ich es nach der Gehzeit in die Schüssel zu schauen und zu beobachten wie hoch mein Teig gegangen ist. 

Damit Ihr mit eurem neu gewonnenen Wissen auch direkt ein paar Rezepte ausprobieren könnt, zeige ich euch jetzt noch meine allerliebsten Hefeteigrezepte in süß und herzhaft:

1. Die allerbeste Foacaccia
Ich bin ein absoluter Fan von Focaccia. Dieses leckere Pizzabrot ist immer mein Retter in der Not, wenn ich keine Lust habe Abendessen zu kochen. Manchmal bereite ich sie aus normalem Pizzateig zu, wenn ich aber etwas mehr Zeit habe, dann verwendet ich dieses Rezept. Besonders mit Kartoffeln oder frischen Tomaten belegt ist dieses Brot mein absoluter Liebling.

2. selbstgemachte Hot-Dog Brötchen
Früher waren Hot-Dogs nicht so mein Fall. Ein labberiges Brötchen und ne Wurst… aber mit diesen selbstgebackenen Brötchen sieht das schon ganz anders aus. Die sind herrlich fluffig und schmecken schön butterig. Das Rezept eignet sich übrigens auch sehr gut um Burger-Brötchen zu backen.

Knoblauchknoten

3. Knoblauchknoten
Mit diesem Rezept mache ich wirklich alle verrückt. Ich kann gar nicht aufhören von ihnen zu schwärmen. Umso mehr freut es mich, dass ich es endlich mal geschafft habe euch die leckeren Teilchen zu fotografieren.

4. keine Laugenbrezeln
Ich nenne sie liebevoll Butterbrezeln. Ein lockerer Hefeteig mit Butter, den Ihr zu wunderschönen Brezeln formen könnt. Ich bestreue sie vor dem Backen gerne mit unterschiedlichen Toppings und dazu serviere ich dann ein paar Dips.

Brioche

5. meine Brioche
Diese Frühstücksbrötchen sind sooo lecker. Locker, luftig, butterig und perfekt für ein ausgiebiges Sonntagsfrühstück. Besonders mit Marmelade oder aromatisierter Butter ein Genuss.

6. Aprikosenkuchen
Ein wirklich fantastischer Kuchen. Hefeteig, Vanillecreme, frische Aprikosen und Amarettinistreusel. Ich weiß gar nicht welche Komponente ich am allerleckersten finde.

Nusszopf

7. klassischer Nusszopf
Dem kann wirklich niemand widerstehen: lockerer Hefeteig, saftige Nussfüllung und einfach eine traumhafte Kombination. Wer diesen Nusszopf noch nicht propbiert hat, sollte es auf jeden Fall tun.

8. Sticky Buns
Definitiv mal etwas anderes und so richtig schön amerikanisch. Wir kennen und lieben unsere Zimtschnecken, diese zitronigen Hefeschnecken sind aber auch absolut fantastisch.

Falls Ihr jetzt auch Lust auf Hefeteig bekommten habt, dann wünsche ich euch viel Spaß beim Backen. 

Eure Zuckerbäckerin ♥

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